Wie Eltern sich auf Klassen- und Schulebene beteiligen

Die 3. JAKO-O Bildungsstudie zeigt: Eltern wirken gern in der Schule ihres Kindes mit. Sie bevorzugen allerdings Aktivitäten, die eher punktuell oder mit wenig Zeitaufwand zu erledigen sind (z. B. Unterstützung bei Ausflügen oder Teilnahme an Befragungen). An Beteiligungsformen, die mehr Zeiteinsatz bedeuten, die nahe am konkreten Unterrichtsgeschehen und an den Lernprozessen auch fremder Kinder ansetzen, nehmen Eltern deutlich seltener teil.

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass jene, die oft als „schwer erreichbar“ gelten, kein Interesse an Elternbeteiligung hätten. Im Gegenteil! Insgesamt würden sich fast 60 % der befragten Eltern gerne noch stärker in schulische Belange einbringen.

Das Schulklima entscheiden
Ein gutes Schulklima fördert dabei das Engagement der Eltern. Förderlich ist vor allem, wenn das eigene Kind gerne zur Schule geht und die Lehrer Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Eltern signalisieren. Dabei ist das Bildungsniveau der Eltern relativ unwichtig – mit Ausnahme der Mitwirkung in schulischen Gremien.

Prof. Dr. Angelika Paseka, Universität Hamburg
„Es wäre sinnvoll, Eltern stärker in die Gestaltung von Schule einzubeziehen. Sie können mit ihren Sichtweisen neue Impulse geben und sind bei Reformprozessen gute ‚Übersetzer’, die Ziele und Maßnahmen nach außen und an die anderen Eltern kommunizieren können. Dieses Potenzial muss stärker genutzt werden.“

Besonders punktuelle Unterstützungsleistungen wie Klassenfahrten oder Ausflüge werden von den Eltern gerne übernommen. Am seltensten beteiligen sie sich an Aktivitäten, die mit Unterricht und Lernen zu tun haben.