Der Blickwinkel der Eltern & Meinungen der Experten

Noch mehr Bildungsstudien? Muss das wirklich sein? Wir bei JAKO-O meinen: ja!
Das deutsche Bildungssystem steht in der Diskussion wie nie zuvor. Die im Jahr 2010 erstmals durchgeführte, repräsentative 1. JAKO-O Bildungsstudie wird daher zum Dauerbrenner.


JAKO-O versteht sich als Partner von Familien. Wir möchten Familien stark machen, sie im Alltag unterstützen und Eltern gesellschaftlich wie politisch Gehör verschaffen. Besonders das Thema Bildung brennt uns seit langem unter den Nägeln. Und nicht nur uns. Seit der ersten PISA-Studie wird permanent über Schule und Lernen diskutiert. Doch dabei kommen in erster Linie Erziehungs- und Bildungswissenschaftler, Pädagogen und Politiker zu Wort. Wir bei JAKO-O finden aber: Die Eltern sind die wahren Experten. Sie erleben Tag für Tag, was in der Schule klappt und was schief läuft. Deshalb wollten wir wissen, wie Mütter und Väter in ganz Deutschland die Institution Schule und das deutsche Bildungssystem beurteilen: Was läuft gut, wo gibt es Mängel, was könnte wie verbessert werden. 2010 haben wir erstmals mit einer repräsentativen Untersuchung nach ihren Erfahrungen und Meinungen fragen lassen (1. JAKO-O Bildungsstudie), in diesem Jahr folgt nun 2. JAKO-O Bildungsstudie. Auch zukünftig wird die Studie alle zwei Jahre durchgeführt – um Veränderungen nachvollziehen und Trends erkennen zu können. Dank der Studienergebnisse wissen wir jetzt, wo Eltern der Schuh drückt, welche Positionen Eltern zu aktuellen bildungspolitischen Fragen haben und wo Schule selbst „Nachhilfe braucht“. Dieses Wissen wollen wir in die breite Öffentlichkeit, Wissenschaft und Politik tragen, um zu erreichen, dass über Bildung nicht nur diskutiert wird, sondern sich wirklich etwas verändert – im Sinne der Kinder und Eltern.

Wissenschaftlich fundiert


Die JAKO-O Bildungsstudie haben in enger Zusammenarbeit mit Bildungsforschern entwickelt. Die inhaltliche Federführung liegt bei Dagmar Killus und Klaus-Jürgen Tillmann. Dr. Dagmar Killus arbeitet als Professorin für Unterrichtsforschung und Allgemeine Didaktik an der Universität Hamburg, Dr. Klaus-Jürgen Tillmann ist Professor für Schulpädagogik an der Universität Bielefeld. Um den Wandel der Elternmeinungen nachzeichnen und Trendaussagen machen zu können, werden bestimmte Kernthemen in jeder JAKO-O Bildungsstudie abgefragt, die immer durch aktuelle bildungspolitische und schulpädagogische Fragen ergänzt werden. In der aktuellen Studie wurden die Eltern beispielsweise zum gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung (Inklusion), zur Dauer der Gymnasialzeit (G8/G9) oder die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule befragt. Die Umfrage selbst wird vom renommierten Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid durchgeführt. Aufgrund der großen Stichprobe von 3.000 Befragten ist die JAKO-O Bildungsstudie repräsentativ und ermöglicht eine sehr detaillierte Auswertung der Ergebnisse.

Studienbeirat


Seit 2011 gibt es zusätzlich zu der wissenschaftlichen Begleitung der JAKO-O Bildungsstudie durch Prof. Dr. Dagmar Killus und Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann einen Studienbeirat, der sich aus Wissenschaftlern sowie Vertretern von Eltern und Schule zusammensetzt. Mitglieder sind der bekannten Hirnforscher und Lernexperten Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer von der Universitätsklinik Ulm, der Schulrat und Schulamtsdirektor Wolfgang Blos, Ursula Walther vom Bundeselternrat sowie die Bildungsforscherinnen Prof. Dr. Mechthild Gomolla, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, und Prof. Dr. Renate Valtin von der Humboldt-Universität zu Berlin. Als unabhängiges Gremium wacht der Beirat über die Solidität von Erhebung und Auswertung. Gleichzeitig gibt die Beteiligung von Experten aus Wissen schaft und Praxis der Meinung der Eltern in der öffentlichen Diskussion ein noch stärkeres Gewicht.

Was folgt aus den Ergebnissen?


Wie sind die Ergebnisse der JAKO-O Bildungsstudie zu bewerten? Welche Bedeutung haben sie in der aktuellen Bildungsdiskussion? Das sind die Fragen, die wir bei JAKO-O nicht beantworten können. Unter der Leitung von Dagmar Killus und Klaus-Jürgen Tillmann sichtet daher ein ganzen Team aus Wissenschaftlern und Praktikern die unglaubliche Menge an Daten, ordnet die Ergebnisse mit großem Fachverstand ein und leitet wissenschaftliche begründete Handlungsempfehlungen aus ihnen ab. Das Ergebnis: Zu jeder JAKO-O Bildungsstudie erscheint ein umfangreiches Fachbuch. Es richtet sich hauptsächlich an Wissenschaftler, Pädagogen und die politischen Experten und sorgt dafür, dass die Sichtweisen der Eltern in der öffentlichen Debatte, aber auch in der erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Diskussion verstärkt beachtet werden. Das gleichzeitig erscheinende Magazin machen wir hauptsächlich für Sie – die Eltern. Es veranschaulicht anhand vieler Bildern und Grafiken, die Ergebnisse der Studie, welche Probleme es gibt und wie man diese lösen könnte.

Wie geht es weiter?


Die Veröffentlichung der 1. JAKO-O Bildungsstudie hat bereits hohe Wellen geschlagen. Wissenschaftler, Politiker, Verbände, Pädagogen und Parteien haben die Ergebnisse aufgegriffen und an manchen Universitäten gibt es inzwischen sogar Seminare zur JAKO-O Bildungsstudie. Auch in der öffentlichen Diskussion wird die Studie immer wieder zitiert – bei Diskussionsrunden, Symposien oder in den Medien. Das ist gut, denn nur so bringen wir die Elternmeinung ins Gespräch. Wir werden auch weiterhin das Gespräch mit Verbänden, Stiftungen und Politikern suchen, um Impulse zu geben und die Sicht der Eltern zu vertreten. Mit der Verbreitung der Elternmeinung in Fachwelt und Öffentlichkeit verschafft die Studie den Eltern Gehör bei den Entscheidungsträgern und wird nachhaltig dazu beitragen, dass ihre Anliegen in der Bildungspolitik berücksichtigt werden müssen.

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