Die JAKO-O Mode-Qualität
Melita Braun, Leiterin der JAKO-O Textil-Qualitätssicherung
Ein Interview mit Melita Braun
Leiterin der JAKO-O Textil-Qualitätssicherung
Passt, hält und gefällt: Eltern, die für ihren Nachwuchs bei JAKO-O Kleidung kaufen, haben's leicht. Ihnen bleibt nur die Qual der Wahl. Alles andere haben die "JAKO-Os" schon erledigt: Jedes Kleidungsstück wird intensiv geprüft. So kann JAKO-O Brief und Siegel geben, dass von T-Shirt bis Gummistiefel keine Gefahr durch Schadstoffe droht.
Wie alle seriösen Firmen bemüht sich JAKO-O um höchste Produktsicherheit, auch bei der Mode-Kollektion.
Welche Maßnahmen werden dafür ergriffen?
Melita Braun: „Wir betreiben schon einen außergewöhnlichen Aufwand, damit wir den Kunden die Qualität anbieten können, von der auch wir hundertprozentig überzeugt sind. Oft eine schwierige Gratwanderung, denn der Preis muss akzeptabel bleiben – trotz teurer Schadstofftests und aufwendiger Passformprüfungen. Kommen die Kleidungsstücke aus aller Welt schließlich bei uns an, nehmen wir genau unter die Lupe, ob die mit den Lieferanten vereinbarten strengen JAKO-O Qualitätsanforderungen erfüllt sind, und prüfen die Nachweise für die Einhaltung gesetzlicher Sicherheitskriterien und Sozialstandards.“
Wo in „aller Welt“ wird die JAKO-O Kleidung genau gefertigt?
Melita Braun: „Immer da, wo die jeweiligen „Spezialisten“ für den entsprechenden Bereich sitzen: Oberbekleidung z.B. wird meist im europäischen Ausland – überwiegend in Osteuropa oder der Türkei – hergestellt. Funktionskleidung hingegen stammt zum Großteil aus Fernost. Bei Fahrten zu den Herstellern verschaffen wir uns auch einen Einblick in die Produktion. Kinderarbeit ist für uns selbstverständlich tabu. Wir achten aber insgesamt auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen!“
Besonders wichtig sind JAKO-O hautfreundliche Materialien ohne schädliche Stoffe. Wie wird das sichergestellt?
Melita Braun: „Unsere Textilien im Bereich Oberbekleidung und Wäsche/Heimtextilien bestehen überwiegend aus Baumwolle oder Baumwollmischungen. Für fast jedes Kleidungsstück aus der JAKO-O Kollektion haben wir ein Öko-Tex-Zertifikat auf die Ware oder das fertige Produkt.“
Was verbirgt sich hinter dem Öko-Tex-Siegel?
Melita Braun: „Öko Tex ist ein weltweiteinheitliches Prüf- und Zertifiziersystem für gesundheitlich unbedenkliche Textilprodukte. Die unabhängigen Institute der Öko-Tex-Gemeinschaft prüfen, ob die Grenzwerte für verbotene oder gesetzlich reglementierte Substanzen eingehalten werden. Selbst Knöpfe und Reißverschlüsse werden kontrolliert! Erst, wenn alle „Zutaten“ in Ordnung sind, erhält das Produkt das Öko-Tex-Zertifikat für 1 Jahr.
Danach wird erneut geprüft. Zusätzlich achten die Institute auf Farbechtheit und hautfreundliche ph-Werte. Dabei gilt: je enger der Hautkontakt und je jünger die Menschen, umso strenger sind die Grenzwerte. Das Besondere bei JAKO-O ist, dass sehr viele Artikel - auch Oberbekleidung für Kinder - die Produktklasse 1 und somit die strengsten ÖkoTex- Anforderungen für Baby-Produkte erfüllen; zu erkennen am grünen „Klasse 1“-Balken am Öko-Tex-Prüfsiegel im Katalog.“
Bereits im letzten Frühjahrskatalog war im Modebereich neben Öko Tex ein weiteres Label zu finden: „bluesign®“.
Was hat es damit auf sich?
Melita Braun: „Mit dem bluesign®-Logo gekennzeichnete Textilien garantieren, dass in der gesamten Herstellungskette ausschließlich Komponenten verwendet und Verfahren durchlaufen werden, die für die Gesundheit unbedenklich UND maximal umweltschonend sind.
Statt nur das Endprodukt zu testen wie beim Öko Tex Standard, wird bei bluesign® bereits vor der Produktion festgelegt, welche Komponenten und Verfahren den vorgegebenen Kriterien entsprechen. So kann eine effiziente und maximale Umsetzung bzgl. Ressourcen- Produktivität und Umwelt, Gesundheit und Sicherheit gewährleistet werden. Die Verwendung von gefährlichen Substanzen wird schon VOR Beginn der Produktion ausgeschlossen. Im JAKO-O Sortiment erfüllen vorerst die meisten Polartec-Fleeceartikel diesen Standard. Unser Ziel ist es, die gesamte Funktions- und Outdoor-Kollektion nach dem bluesign®-Standard zu zertifizieren.“
Bei Kleidung gibt es ein großes Bewusstsein für Schadstoffe. Bei Schuhen ist dies noch nicht in den Köpfen. Dabei müssen „gesunde Schuhe“ nicht nur passen, sondern sollen Kinder auch nicht durch Schadstoffe belasten. Was tut JAKO-O dafür?
Melita Braun: „Wenn bei JAKO-O ein Schuh durch die Qualitätsprüfung geht, ist hinterher nicht mehr viel von ihm übrig. Er wird zerschnitten, gequetscht, vermessen und gehörigen Belastungen durch die Schadstoff testung ausgesetzt. Doch danach können sich unsere Kunden ganz sicher sein, dass dieser Schuh bequem, zuverlässig und garantiert unschädlich ist. Und genau das wollen wir bei JAKO-O: Den Kunden beim Kauf der Produkte ein sicheres Gefühl geben.
Dabei ist für Schuhe eine strenge Untersuchung besonders wichtig, denn sie bestehen aus vielen Komponenten und unterschiedlichsten Materialien. Hier lassen wir sogar strenger prüfen, als es gesetzlich vorgeschrieben ist. Gemeinsam mit dem TÜV Rheinland haben wir ein erweitertes Prüfprogramm erarbeitet. Damit wird auch auf weitere Stoffe getestet:zum Beispiel auf zinnorganische Verbindungen, Kupfer, Blei oder Phtalate, die als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden und im Verdacht stehen, hormonverändernde, krebserregende und fruchtbarkeitsschädigende Auswirkungen zu haben. Selbst das Vertrauen in die Hersteller, alles ausreichend begutachtet zu haben, genügt uns nicht. Aus einzelnen Lieferungen entnehmen wir zusätzlich Proben, die wir sehr streng untersuchen. Bei neuen Farben zum Beispiel geschieht das immer.“
Nun sind all diese Tests aufwendig und kosten viel Geld – bei Schuhen beispielsweise sind etwa 2 € vom Verkaufspreis reine Prüfkosten..:
Melita Braun: „Stimmt, aber die Gesundheit der Kinder steht bei uns absolut im Vordergrund und hier wollen wir auch zukünftig keine Abstriche machen! JAKO-O Kunden sollen sich beruhigt darauf verlassen können, dass wir unsere Kindersachen auf Herz und Nieren prüfen. Das übernehmen wir gern, denn so haben Eltern eine Sorge weniger.“
Frau Braun, vielen Dank für das Gespräch!













